"ERSTER SIEG IN DER REGIONALLIGA" April 2026
Der gestrige Samstag fügte der Geschichte der Chemnitz Crusaders ein weiteres denkwürdiges Kapitel hinzu. Bei den favorisierten Cottbus Crayfish gelang mit 14:19 (0:6/0:7/14:0/0:6) nicht nur ein respektabler Erfolg, sondern gleichzeitig auch der erste Sieg in der dritten Liga seit 2008! Etwas dezimiert durch die verletzungsbedingten Ausfälle aus der Vorwoche gingen die Chemnitz Crusaders in die Partie gegen die Cottbus Crayfish, welche ihr erstes Saisonspiel absolvierten. Die erste Angriffsserie der Chemnitzer Offense um Quarterback Gerrit Höppner (#1) brachte noch wenig Erfolg, so dass die Defense an der Reihe war. Für den in Berlin mit der Landesjugendauswahl beim Jugendländerturnier Flag Football unabkömmlichen Melik Seelig übernahm heute Frank Doant die Aufgabe des Defense Coordinators. Mit Erfolg - Cottbus war bereits auf dem Weg in Richtung Endzone, als ein in der Endzone ins Aus gehendes Fumble das Angriffsrecht zurück brachte. Nun legte die Offense los - Läufe und Pässe - vieles funktionierte. Am Ende fand Gerrit Höppner (#1) seinen Receiver Jan Doant (#19) per Pass zum Touchdown. Der erste Touchdown in Liga 3 zur 0:6-Führung war Geschichte. Cottbus fand nicht in das Spiel und Chemnitz marschierte wieder. Diesmal allerdings ging der Ball bei einem Fumble verloren. Die Seiten wurden gewechselt. Die Defense war hellwach und drei Spielzüge später hatte Safety Pascal Träger (#88) einen Pass des gegnerischen Quarterbacks abgefangen. Ein Spielzug, ein Pass auf Wide Receiver Lucas Löbling (#81) folgte und schon war der Ball wieder in der gegnerischen Endzone - neuer Spielstand 0:13 (Extrapunkt Erik Ellßel #11). Was auch immer Cottbus versuchte, die Chemnitzer Defense fand ein Mittel dagegen. Erst mit einer Interception durch Safety Florian Pfeil (#31) und später mit einer weiteren Interception durch Cornerback Johann Förster (#24). Was fehlte waren weitere Punkte.

Wie würden die Gastgeber nun nach der Halbzeitpause reagieren? Mit diesem Zwischenstand hatten sie sicher nicht gerechnet. Das Viertel startete zunächst wie das zweite Viertel aufgehört hatte. Die Cottbuser Offense wurde schnell wieder vom Feld geschickt und die Chemnitzer Offense marschierte - nun unter der Regie von Jan Doant (#19) - wieder über das Feld. Diesmal fiel die Entscheidung für einen Field-Goal-Versuch, bei dem aber der Snap gründlich schief ging. Chance vertan. Die Cottbus Crayfish witterten Morgenluft und verkürzten nun per Touchdown auf 7:13. Unnötige Fehler schlichen sich auf Chemnitzer Seite ein, so auch als der nächste Punt überhaupt nicht gelang. Kippte nun das Momentum auf die Seite der Gastgeber? Die Chemnitzer Defense verhinderte erst mal Schlimmeres, aber die Offense verlor den Ball durch ein Fumble. Cottbus nutzte die Steilvorlage mit einem Pass zum Touchdown. Zum Ende des dritten Viertels wechselte so die Führung mit 14:13 zu den Gastgebern. Doch diese hatten die Rechnung ohne das starke Chemnitzer Laufspiel gemacht. Die inzwischen bereits weiter dezimierte Offensive Line schuf immer wieder die Löcher für die Runningbacks Florian Fritzsche (#21) und Gregor Richter (#62). Der verdiente Lohn mit dem Touchdown durch Florian Fritzsche (#21) folgte. Zwar scheiterte die Two-Point-Conversion aber die Führung gehörte beim Stand von 14:19 wieder Chemnitz. Cottbus setzte noch mal alles auf eine Karte, konnte aber durch die Defense letzten Endes gestoppt werden. Noch einmal bekam die Chemnitzer Offense den Ball und nahm mit Laufspiel sehr viel Zeit von der Uhr, so dass am Ende zwar keine Punkte entstanden, Cottbus aber nur noch wenige Sekunden für zwei nicht erfolgreiche Passspielzüge blieben.

Der Jubel auf Chemnitzer Seite kannte keine Grenzen. Der erste Sieg in der noch jungen Regionalliga-Saison war erreicht und das bei einem der Mitfavoriten um den Aufstieg! Nun heißt es in den nächsten beiden Wochen wieder Kraft tanken und Blessuren heilen, bevor am 9. Mai das erste Heimspiel auf dem Plan sein. Gegner werden dann die Erfurt Indigos sein.

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"LEHRSTUNDE IN POTSDAM" April 2026
Nicht nur die Crusaders waren am vergangenen Samstag im Großraum Berlin unterwegs. Auch die Spielgemeinschaft aus Chemnitz Claymores und Erzgebirge Miners absolvierte ihr erstes Spiel der Saison. Gegner die Potsdam Royals mussten die sächsischen Jungs und Mädchen eine herbe 54:0 (10:0/14:0/8:0/22:0) hinnehmen. Zu Beginn des Spiels konnte die Offense der Spielgemeinschaft aus Claymores und Miners durch einen längeren Lauf von Quarterback Simon Schlag guten Raumgewinn erzielen. Einige Strafen auf Seiten der Offense machten diesen Anfangserfolg jedoch wieder zunichte, sodass sich die Offense vom Ball trennen musste. Die Defense fand ganz gut ins Spiel gab dem Gegner aber auch unnötige Raumgewinne durch Strafen. Bei einer Strafe verletzte sich auch noch einer der Stammspieler in der Line an der Schulter, sodass er nicht weiterspielen konnte. Trotz dieses Rückschlags konnte die Defense die Potsdamer Offense wieder vom Platz schicken. Im darauffolgenden Drive setzte sich nun zunehmend die Potsdamer Defense durch. Nach einigen Runs ohne Raumgewinn und einer weiteren Strafe gelang es den Royals, Quarterback Simon Schlag für einen Safety in der eigenen Endzone zu tacklen. Die Potsdamer Offense legte im nächsten Drive nach und setzte noch einen Touchdown oben drauf. Zu allem Unglück verletzte sich in dem Drive ebenso eine weitere Stütze in Offense wie Defense nach einem Kontakt mit einem Gegenspieler, sodass er nicht mehr weiterspielen konnte. Unter diesen personellen Engpässen wurde die Variabilität im Spiel der Claymores/Miners zunehmend eingeschränkt.

Die Pechsträhne fand aber kein Ende, als im nächsten Drive die Chemnitzer Offense durch einen Fumble den Ball kurz vor der eigenen Endzone verlor. Die Potsdamer nutzten die Chance und erhöhten ihre Führung mit einem weiteren Touchdown. In diesem Rhythmus ging das Spiel nun weiter. Der Defense gelang es zwar die Offense der Potsdamer erneut zu stoppen, nach einem verunglückten Snap beim Punt standen die Royals aber direkt wieder vor der Chemnitzer Endzone und konnten anschließend recht schnell weitere Punkte für sich verbuchen. Die Offense konnte im weiteren Spielverlauf zwar ab und zu vereinzelt Akzente setzen, schaffte es aber nicht, weit in die Potsdamer Spielfeldhälfte vorzudringen. Dasselbe galt für die Defense, welche den Gegner mehrfach zum Punt zwingen, aber einzelne Big Plays der Runningbacks und Tight Ends nicht verhindern konnte.

Am Ende ging das Spiel mit 00:54 deutlich verloren. Bei der Bewertung dieser Niederlage muss man aber auch die Altersstruktur der beiden Mannschaften berücksichtigen. Die Spielgemeinschaft aus Claymores und Miners hat alle, eigentlich in der B-Jugend spielberechtigten Spieler aus dem Jahrgang 2009 an die A-Jugend abgegeben, damit diese genug Spieler hat und spielfähig ist. Im Gegensatz dazu bestand der Kader der Potsdam Royals zu einem Großteil aus Spielern des Jahrgangs 2009. Dazu kamen auch noch ein bis zwei Spieler aus dem Jahrgang 2008, die nur in der B-Jugend spielberechtigt sind, weil Potsdam aktuell keine eigene A-Jugend besitzt. Diese war Ende Februar vom Spielbetrieb der GFL Juniors abgemeldet worden. Der Unterschied im Alter und den körperlichen Voraussetzungen war auf dem Platz definitiv zu sehen. Nichtsdestotrotz soll das nicht über eigene Fehler hinwegtäuschen, an denen die Coaches und Spieler bis zum nächsten Spiel am 2. Mai gegen die Berlin Bears noch arbeiten müssen.

Fotos: Alexander Lenz
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"DER NÄCHSTE KRACHER IN COTTBUS" April 2026
Wenig Ruhepause ist den Chemnitz Crusaders aktuell vergönnt. Gerade einmal eine Woche nach dem Saisonauftakt in Berlin findet am kommenden Samstag, den 25. April, gleich das nächste Auswärtsspiel statt. Die Reise geht nach Cottbus, wo mit den Cottbus Crayfish ein weiterer schwerer Gegner wartet. Das letzte sportliche Aufeinandertreffen beider Teams liegt bereits 20 Jahre zurück. Nach dem kurzen Chemnitzer Ausflug in die Regionalliga spielten die Cottbus Crayfish seit 2010 immer höherklassiger als die Chemnitz Crusaders. Nach einer Perfect Season im Jahr 2011 stiegen die Cottbus Crayfish sogar in die GFL 2 auf. Dieses Kunststück konnte pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum im Jahr 2023 noch einmal wiederholt werden. Auch wenn es nach einem Jahr wieder zurück in die Regionalliga ging, bringen die Cottbus Crayfish somit einige Erfahrung aus Lizenzligen mit und sind nach ihrem zweiten Platz in der vergangenen Saison knapp hinter den Berlin Adler ein deutlicher Mitfavorit auf den Meistertitel 2026. 'Der nächste Kracher lässt nicht lange auf sich warten. Würde ich sagen. Mit Cottbus wartet der nächste Aufstiegskandidat am Samstag auf uns.', beschreibt Head Coach Ralph Dietrich. Einfach macht das die Aufgabe aus Chemnitzer Sicht sicher nicht. Doch selbst ein durch die Verletzungen aus Berlin munter rotierendes Personalkarussell tut der Stimmung keinen Abbruch. 'Nach dem harten Spiel in Berlin ist die Stimmung erstaunlich gut. Trotz der hohen Niederlage war im Training zu erkennen, dass sich das Team weiter verbessern will.', gibt Ralph Dietrich einen Einblick in die Gefühlswelt im Team. Für Cottbus wird es der Start in die Saison sein, während die Chemnitz Crusaders zumindest mit der Erfahrung des ersten Spiels im Rücken anreisen. Was das bedeuten wird am Ende? Wir werden es ab 16 Uhr am Samstag erleben. Dabei freuen sich die Chemnitz Crusaders auch wieder über Unterstützung vom Spielfeldrand. Wer es nicht nach Cottbus schaffen sollte, der kann das Geschehen über den Livestream der Gastgeber verfolgen.
Cottbus Crayfish vs. Chemnitz Crusaders
Datum: Samstag, 25. April
Kickoff: 16 Uhr (Cottbus, Max-Reimann-Stadion im Sportzentrum Cottbus, Dresdener Straße 20)

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