Chemnitz Crusaders

VARLETS UNTERLIEGEN KOBRAS
Mai 2014

Auch im ersten Auswärtsspiel der Saison bei den Berlin Kobras mussten sich die Chemnitz Varlets mit 0:19 (0:7/0:6/0:0/0:6) geschlagen geben. Während die Defense der Varlets den favorisierten Berlinern über weite Strecken des Spiels Paroli bieten konnte, offenbarten sich in der Offense noch einige Problemfelder, welche sich zum Beispiel in mehreren Ballverlusten bereits im ersten Versuch einer Angriffsserie äußerten. So gingen dann auch die Kobras mit dem ersten Touchdown inkl. erfolgreichem Extrapunkt mit 7:0 in Führung. Im zweiten Viertel erhöhten die Berliner auf 13:0, nachdem zuvor die Offense der Varlets wieder schnell vom Angriffsrecht getrennt worden war. Nach der Halbzeitpause konnte dann die Chemnitzer Offense bessere Akzente setzen und zumindest einige schöne Spielzüge zeigen. Leider reichte dies nicht für Punkte. Stattdessen gelang es den Kobras noch einen Touchdown zum Endstand von 19:0 erzielen. Auch wenn das Spiel letzten Endes auch in der Höhe berechtigt verloren ging, zeigten die Chemnitz Varlets vor allen Dingen in der Defense eine sehr ordentliche Leistung, wobei auch eine Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche deutlich erkennbar war. Kommt im nächsten Spiel auch noch die Offense wieder voll in Fahrt, so liegt auch ein Sieg im Bereich des Möglichen.

 

Spielbericht - Berlin Kobras vs. Chemnitz Varlets (04.05.2014)

Nur eine Woche nach dem Saisonauftakt ging es für die Varlets nun auch auf die erste Auswärtsfahrt der Saison in Richtung Berlin. Gegner waren die Berlin Kobras, gegen die man im letzten Jahr mit einem kompakt besetztem Team an gleicher Stelle mit 27:18 schlagen konnte. Doch in diesem Jahr sind die Karten neu gemischt. Viele junge und wenig erfahrene Spieler in den Reihen der Varlets und dazu noch der verletzungsbedingte Auswahl von Turan Seelig (#88) und Matti Gruhle (#44) sollten die Aufgabe nicht einfacher machen. Damit die beiden Verletzten trotzdem im Geiste auch auf dem Platz vertreten waren, hatten sich die Varlets die Trikotnummern der Beiden auf Arme oder Beine gemalt.

Die Kobras begannen das Spiel gleich mal mit einem Onside Kick, doch Tim Rupf (#7) war zur Stelle und sicherte den Varlets den Ball an der 48-Yard-Linie der Kobras. Das konnte sich doch sehen lassen. Leider konnte man dies dann von den weiteren Angriffsbemühungen nur bedingt sagen. Die ersten Laufspielzüge über Christian Ebenhög (#80) wurden sehr früh unterbunden und nach einem unvollständigem Pass musste Rene Steiniger (#29) auch schon punten. An der 21-Yard-Linie kamen nun die Kobras in Ballbesitz. Nachdem der Ball bei einem Fumble beim Snap gerade noch selbst gesichert werden konnte, sorgte ein schöner Lauf für einen neuen ersten Versuch an der 36-Yard-Linie. Damit war auch schon Schluss, denn den nächsten Lauf stoppte Mohammed Bakran (#99) für fünf Yards Raumverlust und Passversuche blieben unvollständig. Der nun folgende Punt misslang völlig und ging auf Höhe der 38-Yard-Linie der Kobras ins Aus. Diese sehr gute Ausgangsposition ging jedoch gleich wieder verloren, denn ein Fumble der Varlets brachte die Kobras wieder in Ballbesitz. Sofort bei der ersten Ballübergabe war dann schon Franz Löser (#50) zur Stelle, um sich die Sache im gegnerischen Backfield mal näher anzuschauen. Sieben Yards Raumverlust waren die Folge. So reichte auch ein 15-Yard-Pass dann noch nicht für einen neuen ersten Versuch und die Kobras mussten wieder in den vierten Versuch. Diesmal wurde dieser ausgespielt und das auch noch erfolgreich mit einem neuen ersten Versuch an der 46-Yard-Linie. Dann ging es ganz schnell - zwei Passspielzüge und der Touchdown war erzielt. Der Extrapunkt war gut und die Kobras gingen mit 7:0 in Führung. Anscheinend stand bei den Kobras heute das Training von Onside Kicks unter Wettkampfbedingungen auf dem Programm, denn wieder versuchten sich die Kobras daran. Dabei hatten sie genau soviel Glück wie beim ersten Versuch. Franz Löser (#50) reagierte am schnellsten und sicherte den Ball für die Varlets. Doch die Offense kam einfach nicht in Fahrt, so dass alsbald Rene Steiniger (#29) wieder mit einem Punt an der Reihe war. An der 11-Yard-Linie kamen die Kobras wieder in Ballbesitz. Die Offense der Kobras machte es nun wesentlich besser und arbeitete sich bis zu 36-Yard-Linie vor.

Nach dem Seitenwechsel folgte gleich noch der nächste neue erste Versuch an der 29-Yard-Linie hinterher. Erst hier hatte sich die Chemnitzer Defense wieder so weit darauf eingestellt, dass nun kein Raumgewinn mehr zugelassen wurde. Stattdessen kassierten die Kobras direkt aufeinander folgend zwei 5-Yard-Strafen. Ein weiter Passversuch konnte dann von Rene Steiniger (#29) abgewehrt werden, worauf die Kobras im vierten Versuch ankamen. Dieser wurde ausgespielt, aber der Pass des Berliner Quarterbacks fand nicht sein Ziel. Damit wechselte an der 41-Yard-Linie wieder das Angriffsrecht. Wiederum gab es für die Varlets nichts zu holen, bei jedem Spielzug handelten sich die Jungs um Quarterback Nick Henschel (#5) 4-5 Yards Raumverlust ein. Somit war Rene Steiniger (#29) wieder mit dem Punt an der Reihe, den die Kobras aufnahmen und bis zur 48-Yard-Linie zurück tragen konnten. Hier erging es ihnen aber nicht besser als den Varlets zuvor. Die Chemnitzer Defense passte auf, sorgte für Raumverlust und zwang diese in den vierten Versuch. Diesmal wurde zur Abwechslung mal wieder gepuntet und die Varlets kamen an der 28-Yard-Linie in Ballbesitz. Wie bereits zuvor ging der Ball gleich im ersten Spielzug verloren und die Kobras konnten sich über das Angriffsrecht in aussichtsreicher Position an der 27-Yard-Linie freuen. Das Geschenk nahmen sie auch dankend an und wenig später war der Touchdown heraus gelaufen. Der Zusatzpunktversuch konnte von den Varlets abgewehrt werden, so dass die Kobras die Führung auf 13:0 ausbauten. Das Onside-Kick-Training war noch nicht beendet und diesmal war es Tobias Arnold (#60), der zuerst die Finger am Ball hatte. Und die Geschichte wiederholte sich wieder. Ein Ballverlust im ersten Versuch bei den Varlets und erneuter Ballbesitz für die Kobras. Diesmal holte Felix Hilbich (#22) den Ball aber postwendend mit einer Interception zurück. Das nächste Fumble auf Seiten der Varlets wurde nun mal selbst gesichert. Aber auch die Kobras fingen dann eine Interception und kamen damit an der 48-Yard-Linie in Ballbesitz. Den behielten sie nun auch und erzielten einen neuen ersten Versuch an der 36-Yard-Linie. Eine 15-Yard-Strafe warf die Kobras wieder zurück, was aber nur von kurzer Dauer war. Kurze Zeit später standen sie schon an der 16-Yard-Linie. Doch die Passversuche gelangen nicht, so dass ein 6-Yard-Lauf im dritten Versuch folgte. Auch der vierte Versuch wurde ausgespielt und von der Defense der Varlets bravourös gestoppt, so dass an der 12-Yard-Linie das Angriffsrecht wechselte. Bei nur noch wenigen Sekunden verbleibender Spielzeit ging Quarterback Nick Henschel (#5) kein Risiko mehr ein und kniete ab.

Der Kickoff von Franz Löser (#50) eröffnete das dritte Viertel. Zunächst gab es einen schön Lauf für die Kobras. Dann fing Rene Steiniger (#29) eine Interception und die Varlets kamen an der 49-Yard-Linie in Ballbesitz. Christian Ebenhög (#80) lief nun sechs Yards heraus und Nick Henschel (#5) einen neuen ersten Versuch an der 34-Yard-Linie. So hätte es eigentlich weiter gehen könne, doch nun wachte die Berliner Defense wieder auf und ließ nur noch Raumverluste zu. So musste Rene Steiniger (#29) wieder punten, was die Kobras an der 31-Yard-Linie in Ballbesitz brachte. Den Kobras ging es aber ganz ähnlich. Schönem Raumgewinn mit einem neuen ersten Versuch folgte dann nur noch Raumverlust und schließlich der Punt. Nach drei Versuchen ohne Raumgewinne gaben die Varlets den Ball mit einem weiteren Punt von Rene Steiniger (#29) wieder zurück. Die Kobras arbeiteten sich nun ordentlich über das Feld bis in die Hälfte der Varlets. Ein weiter Pass und schon war es passiert - Touchdown für die Kobras. Eine Two-Point-Conversion wurde versucht aber ohne Erfolg, so dass es nun 19:0 stand. Diesmal folgte zur Abwechslung ein ganz normaler Kick, den Felix Hilbich (#22) aufnahm und bis zur 30-Yard-Linie trug.

Florian Fritzsche (#43) lief nun sieben Yards heraus und Nick Henschel (#5) weitere zwei Yards. Die Varlets spielten nun auch den vierten Versuch aus und Nick Henschel (#5) gelang es, einen neuen ersten Versuch an der 45-Yard-Linie zu erzielen. Immer wieder bekam nun Florian Fritzsche (#43) den Ball und lief sechs Yards heraus. Wieder war der vierte Versuch da und wieder bekam Florian Fritzsche (#43) den Ball. Bei seinem Lauf kassierten die Kobras eine 15-Yard-Strafe, was den Varlets einen neuen ersten Versuch an der 32-Yard-Linie brachte. Doch was eben gut funktionierte, klappte nun nicht mehr. Nun gab es Raumverluste, eine 5-Yard-Strafe und zuletzt noch eine Interception der Kobras. Damit war diese gute Chance auf eigene Punkte vertan. Die Kobras versuchten nun vom Fleck zu kommen, aber die Defense der Varlets legte noch einmal alles in die Waagschale und zwangen die Kobras in den vierten Versuch. Der wurde ausgespielt, doch der Pass fand sein Ziel nicht. An der 42-Yard-Linie wechselte zum letzten Mal das Angriffsrecht. Die letzte sehenswerte Aktion mit einem Lauf über zehn Yards gehörte dann Daniel Kislicyn (#20).

Gegen die favorisierten Berliner mussten die Varlets damit ihre zweite Saisonniederlage hinnehmen. Viele Fehler vor allen Dingen in der Offense verhinderten eigene Punkte im Spiel, auch wenn durchaus einige gute Spielzüge zu sehen waren. Die Defense der Varlets konnte die Berliner immer wieder mal in Verlegenheit bringen und verhinderte weitere Punkte. In Summe war das dennoch eine gute Leistung des jungen Teams von der ersten bis zur letzten Sekunde. Der nächste Gegner - die Berlin Thunderbirds - wird sicher alles andere als ein einfacher Gegner sein, doch wenn die Chemnitzer Offense einmal in Fahrt kommt, ist auch ein Sieg nicht unmöglich.


Scoring
7:0 17-Yard Pass von #7 Nik Sweetwood auf #23 (PAT gut, #25)
13:0 15-Yard-Lauf #62 Oscar H. Bauer (PAT nicht gut)
19:0 43-Yard Pass von #7 Nik Sweetwood auf #10 Milan Tazman (TPC nicht gut)

Weitere Bilder zum Spiel sind in der Galerie zu finden.

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