Chemnitz Crusaders

TAPFER GEKÄMPFT UND DOCH VERLOREN
Juni 2014

Nach einem umkämpften Spiel mussten sich die Chemnitz Varlets am heutigen Sonntag den favorisierten Berlin Thunderbirds mit 14:22 (7:6/0:0/0:16/7:0) geschlagen geben. Zuerst kamen die Varlets in Ballbesitz und konnten die Angriffsserie nach einem 34-Yard-Lauf von Florian Fritzsche (#43) zum Touchdown erfolgreich abschließen. Zusammen mit dem Extrapunkt von Nick Henschel (#5) gingen die Varlets mit 7:0 in Führung. Die Thunderbirds kamen zum Ende des ersten Viertels ebenfalls zu Punkten. Ein 51-Yard-Pass brachte den Touchdown zum 6:7, da die Two-Point-Conversion aber nicht klappte, blieben die Varlets in Führung. Daran änderte sich auch während des gesamten zweiten Viertels nichts, beide Teams neutralisierten sich gegenseitig. Nach der Halbzeitpause bekamen die Berliner zuerst das Angriffsrecht und nutzten diese Chance auch, um mit einem 34-Yard-Lauf zum Touchdown in Führung zu gehen. Diesmal gelang auch die Two-Point-Conversion, so dass es nun 7:14 stand. Die Varlets konnten nicht kontern, während die Berliner wiederum ihre nächste Chance nutzten, um die Führung mit einem weiteren Touchdown auf 7:22 ausbauen. Doch die Varlets gaben nicht auf. Mit schönen Laufspielzügen ging es über das Feld. Am Ende war es wieder Florian Fritzsche (#43), der mit einem 12-Yard-Lauf seinen zweiten Touchdown erzielte. Auch der Extrapunkt von Nick Henschel (#5) war gut und die  Varlets verkürzten auf 14:22. Weitere Punkte gelangen keinem Team, so dass die Thunderbirds als Sieger vom Platz gingen. Tapfer gekämpft und doch verloren, so lautet das Fazit des Spiels. Vor dem heimischem Publikum konnten sich die Varlets mehrfach gut in Szene setzen und führten knapp und verdient zur Pause. Das dritte Viertel brachte die Gäste aus Berlin auf die Siegerstraße, wobei zum Ende des Spiels auch der Ausgleich noch in der Luft lag. Aus den eigenen Fehlern müssen nun die Varlets im Training weiter lernen, dann wird auch ein Sieg folgen.

 

Spielbericht - Chemnitz Varlets vs. Berlin Thunderbirds (15.06.2014)

Im ersten Teil des Double Headers empfingen die Varlets die Berlin Thunderbirds. Gegen die Berliner hatte es im Mai bei teilweise strömenden Regen eine vom Resultat her deutliche Niederlage mit 6:38 gegeben. Dementsprechend war auch für dieses Spiel ein starker Gegner zu erwarten. Vor heimischem Publikum sollte aber mit der Unterstützung von Eltern und Freunden ein wesentlich besseres Resultat erreicht werden. Schließlich hatten die Varlets zuletzt trotz der Niederlagen einen Aufwärtstrend verzeichnen können. Bei bestem Football-Wetter ging es in das Spiel.

Nach dem Kickoff der Thunderbirds übernahm Nick Henschel (#5) den Return und kam damit bis in die gegnerische Hälfte an die 45-Yard-Linie. Zwar begann das Spiel nun mit dem fast schon obligatorischen schlechtem Snap, der drei Yards Raumverlust einbrachte, doch merkte man danach deutlich bei den Varlets, dass diese sich etwas vorgenommen hatten. Einem vier Yard.Lauf von Florian Fritzsche (#43) folgte eine Strafe gegen die Thunderbirds, was weitere fünf Yards einbrachte. Florian Fritzsche (#43) - der im Hinspiel bereits den einzigen Touchdown für die Varlets erzielt hatte - lief nun erst einen neuen ersten Versuch an der 32-Yard-Linie heraus. Danach folgte auch eine erste 5-Yard-Strafe gegen die Varlets. Drei Yards konnte dann Felix Hilbich (#22) für sich verbuchen, worauf dann wieder Florian Fritzsche (#43) den Ball bekam und diesen durch die Reihen der Thunderbirds bis zum Touchdown trug. Nick Henschel (#5) steuerte noch den Extrapunkt bei und schon stand es 7:0 für die Varlets. Ein toller Auftakt. Nun waren die Thunderbirds an der Reihe. Mit einem Laufspielzug gelang ein neuer erster Versuch, die Passspielzüge blieben aber unvollständig. So mussten sie dann punten und die Varlets waren wieder im Besitz des Angriffsrechts. Allerdings konnten sie nun ebenso wenig etwas damit anfangen und so trennten auch sie sich wieder mit dem Punt von Rene Steiniger (#29) vom Angriffsrecht. Beim Return kamen die Thunderbirds zwar weit bis in die Hälfte der Varlets, aber eine Strafe gegen die Thunderbirds verlegte das Geschehen zurück an die 30-Yard-Linie der Berliner. Schnell waren einige Yards Raumgewinn heraus gelaufen und die Thunderbirds standen an der eigenen 49-Yard-Linie. Nun folgte ein weitere Pass des Quarterbacks Richtung Endzone, der erfolgreich zum Touchdown gefangen wurde. Der Versuch einer Two-Point-Conversion konnte abgewehrt werden und so verkürzten die Thunderbirds lediglich auf 7:6.

Ein eher kurzer Kick der Thunderbirds brachte die Varlets an der eigenen 36-Yard-Linie wieder in Ballbesitz. Gleich beim ersten Laufversuch von Florian Fritzsche (#43) kassierten die Thunderbirds wegen eines persönlichen Fouls eine 15-Yard-Strafe. Aber auch die Varlets handelten sich danach eine 5-Yard-Strafe ein. Danach gab es nur noch Raumverlust und schlussendlich ging sogar der Ball verloren und in der Hälfte der Varlets kamen die Thunderbirds in Ballbesitz. Ein neuer erster Versuch an der 28-Yard-Linie war dann schnell heraus gelaufen. Doch dann stockte wieder der Angriffsmotor. Keine der Passspielzüge führte zum Erfolg, auch nicht im ausgespielten vierten Versuch. Somit wechselte an Ort und Stelle das Angriffsrecht wieder zu den Varlets. Nick Henschel (#5) gelang zwar nun ein schöner Lauf über einige Yards, doch am Ende ging der Ball verloren und wurde wieder von den Thunderbirds erobert. Die arbeiteten sich nun Richtung Endzone vor, bis hin zur 14-Yard-Linie und neuen vier Versuchen. Weitere drei Yards folgten mit einem Laufspielzug. Doch dann wieder das gleiche Bild wie vorhin. Die Pässe fanden nicht ihr Ziel oder wurden abgewehrt. Da sich dies auch im ausgespielten vierten Versuch nicht änderte, kamen die Varlets nun an der eigenen 12-Yard-Linie wieder in Ballbesitz. Effektiven Raumgewinn brachte nun erstmal wieder eine 15-Yard-Strafe gegen die Thunderbirds. Nach einem unvollständigem Pass und einer 5-Yard-Strafe gegen die Varlets war es dann noch einmal Felix Hilbich (#22), der in den letzten Sekunden des Viertels noch 14 Yards erzielen konnte. Mit einer Führung in die Pause zu gehen - damit hatte niemand auf Seiten der Varlets gerechnet.

Doch würden die Varlets nun weiter so gut mithalten können? Nach dem Kickoff kamen die Thunderbirds beim Return immerhin bis zur 40-Yard-Linie. Wahrscheinlich hatten sie nun in der Halbzeitpause erkannt, dass das Passspiel zwar zum Touchdown geführt, aber sonst nicht so viel Erfolg gebracht hatte. Jetzt setzten die Thunderbirds mehr auf das Laufspiel und das erfolgreich. Letzten Endes brachten ein Lauf über 34 Yards den Touchdown. Auch eine Two-Point-Conversion gelang und schon lagen die Varlets mit 7:14 zurück. Was konnten die Varlets dem entgegen setzen? Nick Henschel (#5) übernahm wieder den Return und kam bis zur 39-Yard-Linie. Unkonzentriertheiten brachten den Varlets nun zwei 5-Yard-Strafen nacheinander ein. Es gelang dann aber nicht, diesen Raumverlust wieder zu egalisieren und so musste Rene Steiniger (#29) wieder punten. Der Return der Thunderbirds konnte dann aber schnell von Nick Henschel (#5) an der gegnerischen 26-Yard-Linie gestoppt werden. Dann ging es wieder schnell - erst ein 7-Yard-Lauf zum Aufwärmen und dann ein sehenswerter Lauf über das halbe Feld, der erst an der 2-Yard-Linie gestoppt werden konnte. Der erste Versuch der Thunderbirds zum Touchdown konnte noch Zentimeter vor der Endzone verhindert werden, der zweite Versuch gelang. Mit einer ebenso erfolgreichen Two-Point-Conversion der Berliner stand es nun 7:22. Das machte die Sache nicht unbedingt einfacher. Die Varlets waren aber weit davon entfernt aufzustecken. Diesmal war Felix Hilbich (#22) für den Return zuständig und kam bis in die gegnerische Hälfte an die 46-Yard-Linie. Zunächst lief Florian Fritzsche (#43) wieder acht Yards heraus. Bei einem weiteren schönen Lauf von Florian Fritzsche (#43) über einige Yards folgte jedoch eine Strafe gegen die Varlets, so dass der Raumgewinn verloren war. Aber gleich darauf sorgte Florian Fritzsche (#43) für einen neuen ersten Versuch an der 35-Yard-Linie und Felix Hilbich (#22) legte gleich noch fünf Yards nach.

Zum letzten Male wurden die Seiten gewechselt und danach lief Felix Hilbich (#22) weiter zwei Yards heraus. Mit einer Strafe leisteten die Thunderbirds auch einen Beitrag und schon bekamen die Varlets neue vier Versuch an der 12-Yard-Linie. Hier bekam Florian Fritzsche (#43) wieder den Ball und lief zu seinem zweiten Touchdown des Tages. Nick Henschel (#5) erzielte den Extrapunkt und die Varlets verkürzten wieder auf 14:22. Nun versuchten die Varlets zwar einen Onside-Kick, was aber nicht gelang, so dass die Thunderbirds an der eigenen 49-Yard-Linie in Ballbesitz kamen. Schade - aber der Versuch war es wert. Nun erschien es, als ob die doch favorisierten Thunderbirds ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht werden würden. Mit schönen Laufspielzügen ging es über das Feld, was auch einige Zeit von der Spieluhr nahm. Doch in der Mitte der eigenen Hälfte verteidigten die Varlets noch einmal bravourös und zwangen die Thunderbirds in den vierten Versuch. Hier folgte der Pass in Richtung Endzone, wo schon der Receiver wartete. Der fing auch den Ball, doch zum Glück aus Sicht der Varlets bereits hinter der Endzone. Keine Punkte für die Thunderbirds und Wechsel des Angriffsrechts an der 23-Yard-Linie waren die Folge. Auch wenn die Zeit nun unerbittlich herunter lief war auch jetzt noch die Möglichkeit auf Punkte gegeben. So gaben die Varlets nochmal alles. Felix Hilbich (#22) lief sieben Yards heraus und Florian Fritzsche (#43) den neuen ersten Versuch an der 33-Yard-Linie. Daniel Kislicyn (#20) kam dann noch auf fünf Yards Raumgewinn und Florian Fritzsche (#43) auf weitere drei Yards. Nun standen die Varlets im vierten Versuch. Quarterback Nick Henschel (#5) warf noch einen Pass, der aber unvollständig blieb. Damit endete das Spiel.

Vor den Thunderbirds mussten sich die Varlets heute zu keinem Zeitpunkt des Spiels verstecken. Über weite Strecken war man durchaus ebenbürtig und führt durchaus verdient zur Halbzeit. Erst im dritten Viertel drehte das Spiel zugunsten der Thunderbirds, als diese mit einem Doppelschlag die Führung übernahmen. Zwar konnten die Varlets noch einmal verkürzen, die Zeit und ein verhinderter Onside-Kick besiegelten jedoch die knappe Niederlage. Auch dieses Spiel hat den Aufwärtstrend bei den Varlets weiter bestätigt. Jetzt muss es nur noch gelingen, dies in einen Sieg umzumünzen, was mit Sicherheit nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.


Scoring
7:0 36-Yard-Lauf #43 Florian Fritzsche (PAT gut, #5 Nick Henschel)
7:6 51-Yard-Pass von #17 Ruben Schirmer auf #82 Sven Felgentreff (TPC nicht gut)
7:14 34-Yard Lauf #25 Alexander Engels (TPC gut, #17 Ruben Schirmer)
7:22 1-Yard Lauf #24 Dennis Binjos (TPC gut, #82 Sven Felgentreff)
14:22 12-Yard-Lauf #43 Florian Fritzsche (PAT gut, #5 Nick Henschel)

Weitere Bilder zum Spiel sind in der Galerie zu finden.

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