Chemnitz Crusaders

LEICHTFERTIG SIEG VERSCHENKT
September 2015

Vom dritten Auswärtsspiel in Folge bei den Erfurt Indigos kehren die Crusaders mit einer Niederlage mit 20:21 (14:0/0:0/0:14/6:7) zurück. Zwar mussten die Crusaders einige Ausfälle verkraften, hatten aber das Spiel zunächst fest im Griff. Gleich die erste Angriffsserie konnte Runningback Gregor Richter (#83) erfolgreich mit einem Touchdown beenden. Turan Seelig (#20) erzielte zudem den Extrapunkt zur 7:0-Führung. Die Defense der Crusaders hielt die Gastgeber in Schach, so dass auch durch ein Fumble der Chemnitzer Offense verursachter Ballverlust letztendlich keine Auswirkungen hatte. Mehr noch - gegen Ende des ersten Viertels fing Safety Turan Seelig (#20) einen Pass des Erfurter Quarterbacks ab und trug den Ball bis zurück in die Endzone zum zweiten Touchdown für die Crusaders. Er erzielte ebenso den Extrapunkt, womit die Crusaders ihre Führung auf 14:0 ausbauten. Auch das zweite Viertel war geprägt von den Defense-Reihen. Zunächst gelang Linebacker David Schulze (#94) eine weitere Interception und wäre dann auch in die Endzone gekommen, wenn nicht die heute eher mäßigen Schiedsrichter - hier jedoch vollkommen zurecht - eine Strafe auf Chemnitzer Seite erkannt hatten. Gleich im nächsten Spielzug gelang allerdings den Erfurt Indigos ebenfalls eine Exception, so dass kein Kapital aus der Situation geschlagen werden konnte.

Die zweite Spielhälfte begann eigentlich nach Plan aus Chemnitzer Sicht. Die Erfurter Offense verlor im ersten Spielzug den Ball und Linebacker Florian Taubert (#59) eroberte diesen. Doch direkt im anschließenden Spielzug passierte auf Chemnitzer Seite exakt das Gleiche und schon waren die Indigos wieder in Ballbesitz und machten ihre Sache besser. Gerade einmal zwei Spielzüge wurden benötigt und die Indigos verkürzten mit einem Touchdown-Pass von Quarterback Steven Gössinger (#7) auf Phillip Wolf (#25) sowie dem zugehörigen Extrapunkt auf 7:14. Nach dem folgenden Kickoff der Erfurter stand die Chemnitzer Offense mit dem Rücken zur Wand und konnte sich von dort nicht lösen, erst durch den Punt. Somit kamen die Erfurter wieder in guter Feldposition in Ballbesitz. Auch diese Chance wurde mit einem Touchdown-Pass auch Hannes Prüß (#80) genutzt. Da der Extrapunkt ebenso erfolgreich war, war das Spiel mit 14:14 nun ausgeglichen. Anschließend arbeiteten sich die Crusaders gut über das Feld. Doch kurz vor der gegnerischen Endzone ging der Ball verloren und wurde von den Erfurt Indigos weit zurück getragen. Am Ende hatten die Chemnitzer aber noch Glück, da sie die Erfurter zu einem Field-Goal-Versuch zwangen, der aber nicht gelang. So ging es in das letzte Viertel, wo auf Chemnitzer Seite Quarterback Jan Doant (#19) zum Touchdown und zur erneuten Führung mit 20:14 für die Crusaders lief. Der Extrapunkt misslang allerdings. Nun waren die Erfurt Indigos wieder am Zug und ließen sich überhaupt nicht vom erneuten Rückstand beeindrucken. Letztendlich brachte wieder ein Pass auf Phillip Wolf (#25) den Touchdown. Auch der Extrapunkt war gut und erstmalig lagen nun die Indigos mit 21:20 in Führung. Die Crusaders versuchten nun noch einmal alles, aber es wollte einfach nichts mehr gelingen am heutigen Tag.

Somit beendeten die Crusaders ihr letztes Auswärtsspiel mit einer Niederlage, die definitiv vermeidbar war. Leichtfertig wurde die zur Halbzeitpause heraus gespielte Führung verspielt. Fehler in allen Mannschaftsteilen führten dazu, dass nicht die Leistung der vergangenen beiden Spiele abgerufen werden konnte. Nun haben die Crusaders erstmal eine Woche Pause, bevor dann die abschließenden beiden Heimspiele der Saison auf dem Plan stehen.

 

Spielbericht - Erfurt Indigos vs. Chemnitz Crusaders (06.09.2015)

Zum dritten Mal binnen drei Wochen hieß es für die Crusaders sich sonntags auf den Weg zum Auswärtsspiel zu machen.  Diesmal ging die Reise entlang der A4 in die Landeshauptstadt Thüringens zu den Erfurt Indigos. Im ersten Aufeinandertreffen beider Teams überhaupt im Spielbetrieb im Juli behielten die Crusaders mit 24:12 die Oberhand, versäumten damals aber nach einer 24:0-Führung zur Halbzeit weiter zu punkten. Das sollte nun in Erfurt anders sein. Schließlich kam man nun auch mit dem Rückenwind der beiden Siege gegen Magdeburg und Wernigerode nach Erfurt. Allerdings mussten ein paar zusätzliche Ausfälle verkraftet werden. Auch am Spieltag kamen noch zwei Weitere hinzu, da Safety Martin Krüger (#44) durch einen Unfall auf der Anfahrt sowie Wide Receiver Nick Henschel (#81) beim Warm Up ausfielen. Somit stand z.B. in der Offense kein Einziger der etatmäßigen Wide Receiver zur Verfügung, so dass hier neben den beiden Tight Ends auch der eine oder andere Defense-Spieler ins kalte Wasser springen musste. Aber auch das Defense-Backfield war alles andere als reichlich besetzt, so dass sich mancher Spieler auf Positionen wiederfand, die er sonst nur selten spielt. Bei ziemlich kühlen äußeren Bedingungen - kein Vergleich zur Hitzeschlacht der Vorwoche in Wernigerode - würde sich nun heraus stellen, was das verbleibende 'Rumpfteam' zu leisten im Stande war.

Das Spiel begann mit dem Kickoff durch die Indigos. Martin Deckert (#1) nahm den Ball auf und trug ihn immerhin bis zur 50-Yard-Linie zurück. So manch einer erinnerte sich da gern an seine zwei Kickoff-Return-Touchdowns im Vorbereitungsspiel zur Saison 2012 an gleicher Stelle zurück. Heute ließen ihn die Erfurter nicht so weit kommen. Zuerst bekam Runningback John Thiemer (#28) nun den Ball und erzielte drei Yards. Quarterback Jan Doant (#19) warf dann einen Pass auf Ferdinand Wenke (#7) zu einem neuen ersten Versuch an der 28-Yard-Linie. Eigentlich auf der Position des Cornerback spielend, hatte er sich offensichtlich nun an seine Zeit als Receiver in der Jugend der Dresden Monarchs erinnert und den Ball sauber aus der Luft gepflückt. Gregor Richter (#83) lief dann zwei Yards heraus, bevor wieder ein Pass auf Ferdinand Wenke (#7) einen neuen ersten Versuch an der 17-Yard-Linie einbrachte. Dann bekam Gregor Richter (#83) wieder den Ball und brach durch die Reihen in Verteidiger und konnte erst in der Endzone gestoppt werden - Touchdown. Turan Seelig (#20) erzielte den Extrapunkt zur 7:0-Führung. Ein Auftakt nach Maß. Nach dem Kickoff und dem Return bis zur 24-Yard-Linie waren nun die Indigos an der Reihe. Mehrere Yards Raumgewinn konnten erzielt werden, allerdings nicht genug für einen neuen ersten Versuch. So wurde gepuntet und an der eigenen 48-Yard-Linie kamen die Crusaders wieder in Ballbesitz. Gregor Richter (#83) lief nun zunächst zwei Yards und dann einen neuen ersten Versuch an der gegnerischen 40-Yard-Linie heraus. Dann war wieder John Thiemer (#28) mit vier Yards zur Stelle, worauf Jan Doant (#19) mit weiteren drei Yards folgte. Beim Lauf von Gregor Richter (#83) ging dann der Ball jedoch verloren und wurde von den Indigos an deren 41-Yard-Linie erobert. Sukzessive ging es voran und ein neuer erster Versuch an der 48-Yard-Linie der Crusaders war die Folge. Anfänglichem Raumverlust folgte dann wieder etwas Raumgewinn nach einem Passspielzug. Der nächste Pass des Erfurter Quarterbacks Steven Gössinger (#7) landete jedoch direkt in den auffangbereiten Armen von Turan Seelig (#20). Der nutzte die Gunst der Stunde und lief entlang der Auslinie bis in die Endzone zum Touchdown. Er selbst erzielte auch den Extrapunkt, womit die Crusaders die Führung auf 14:0 ausbauten.

Mit dem Kickoff wurden auch die Seiten gewechselt. Den Indigos gelang dabei ein starker Return bis zur 48-Yard-Linie. Per Passspielzug wurde dann schnell wieder ein neuer erster Versuch an der 42-Yard-Linie der Crusaders erzielt. weitere neun Yards ging es voran, bis dann die Defense den ausgespielten vierten Versuch im Keim erstickte, so dass an der 37-Yard-Linie das Angriffsrecht wechselte. Zuerst bekam John Thiemer (#28) den Ball und lief sogleich einen neuen ersten Versuch an der gegnerischen 49-Yard-Linie heraus. Eine 5-Yard-Strafe warf die Crusaders wieder etwas zurück. Mit zwei Läufen erzielte dann Jan Doant (#19) wieder neun Yards Raumgewinn. Ein zu hoher Snap führte dann zu einigen Yards Raumverlust, so dass dann Martin Deckert (#1) mit dem Punt zum Zuge kam. An der 42-Yard-Linie bekamen die Indigos damit das Angriffsrecht. Der erste Lauf wurde zunächst gut mit fünf Yards Raumverlust gestoppt. Mit Passspielzügen gelang es den Indigos dann jedoch, einen neuen erst Versuch an der 36-Yard-Linie zu erreichen. Nachdem wieder zwei Angriffsversuche von der Chemnitzer Defense abgewehrt worden waren, stand dann bei einem weiteren Passversuch Linebacker David Schulze (#94) genau richtig für die Interception. Er machte sich auf den Weg durch die Reihen der Erfurter. Zwischendurch flogen Flaggen aber zur Verwirrung beider Teams ertönte keinerlei Pfiff. Stattdessen nutzte David Schulze (#94) die sich bietende Chance und lief mit dem Ball in die gegnerische Endzone. Erst dann stellte sich heraus, dass eine Strafe gegen die Crusaders vorlag und daher zwar das Angriffsrecht wechselte, aber kein Touchdown erzielt wurde. Warum pfeifen die Schiedsrichter dann eigentlich nicht früher ab? Fragen über Fragen an eine Schiedsrichter-Crew, die einen eher gebrauchten Tag erwischt hatte. Zumindest war nun die Chemnitzer Offense wieder auf dem Feld und durfte dies sogleich wieder verlassen, denn nun gelang auch den Indigos eine Interception. An der 23-Yard-Linie wechselte nun wieder das Angriffsrecht. Zunächst ging es mit Laufspielzügen gut sieben Yards voran. Dann wurde der Erfurter Quarterback eiskalt in seinem eigenen Backfield erwischt, der Ball ging verloren, konnte aber noch von den Indigos gesichert werden, wenn auch für ca. 14 Yards Raumverlust. Auch der vierte Versuch wurde ausgespielt, aber nicht erfolgreich, so dass nun die Crusaders an der 31-Yard-Linie in Ballbesitz kamen. Bei auslaufender Uhr reichte es aber nur noch zu einem 5-Yard-Lauf durch Jan Doant (#19).

Der Kickoff durch Turan Seelig (#20) sowie der anschließende Return der Indigos bis zur 48-Yard-Linie eröffneten die zweite Spielhälfte. Wie auf Wunsch gestaltete sich dann der erste Spielzug der Indigos. Ein Fumble - und Linebacker Florian Taubert (#59) sicherte sich den Ball, so dass das Angriffsrecht an der 49-Yard-Linie zu den Crusaders wechselte. Anscheinend hatten die Indigos aber den gleichen Wunsch gehabt, denn auch beim Lauf von Gregor Richter (#83) gab es ein Fumble und einen Wechsel des Angriffsrechts - hier sogar an der 38-Yard-Linie, da die Indigos noch einige Meter nach dem Fumble zurück legen konnten. Mit zwei Passspielzügen war es dann auch schon geschehen - Touchdown für die Indigos von Quarterback Steven Gössinger (#7) auf Phillip Wolf (#25). Auch der Extrapunkt war gut und die Indigos verkürzten auf 14:7. Nach dem Kickoff der Indigos hatte Returner Vladimir Kislicyn (#33) massive Probleme bei der Aufnahme des Balles. Dann rannte er quer durch die Endzone und verließ diese dann mit mehreren Erfurtern an den Hacken und wurde dann an der 5-Yard-Linie gestoppt - keine gute Ausgangsposition für die Offense. Da nun auch die Defense der Indigos sehr gut dagegen hielt, konnten sich die Crusaders in drei Versuchen nicht von der Endzone lösen, so dass nun Martin Deckert (#1) aus der eigenen Endzone heraus punten musste. Das gelang zwar, aber die Indigos kamen damit bereits an der 33-Yard-Linie der Crusaders wieder in Ballbesitz. Mit dem Zwischenstopp eines neuen ersten Versuchs an der 21-Yard-Linie führte der Weg direkt in die Endzone, diesmal per Pass auf Hannes Prüß (#80). Auch der Extrapunkt gelang und schon war das Spiel mit 14:14 ausgeglichen. So hatten sich die Crusaders das noch in der Halbzeitpause nicht gedacht. Der schnelle Doppelschlag der Indigos hatte das Kartenhaus bedrohlich ins Wanken gebracht. Der folgende Kickoff der Indigos ging ins Seitenaus und die Crusaders starteten daher an der 35-Yard-Linie ihre Angriffsserie. Zwei Yards wurden durch einen Pass auf Turan Seelig (#20) und sechs Yards durch einen Lauf von John Thiemer (#28) erzielt. Ein erfolgreicher Pass auf Ferdinand Wenke (#7) brachte dann den neuen ersten Versuch an der 47-Yard-Linie der Indigos. Weiter ging es auf dem Weg in Richtung gegnerischer Endzone - zwei Läufe über Gregor Richter (#83) und es war ein neuer erster Versuch an der 37-Yard-Linie fällig. Jan Doant (#19) trug den Ball dann bis zur 12-Yard-Linie. Danach ging es erstmal zwei Yards zurück, worauf dann Gregor Richter (#83) wieder den Ball bekam. Auf dem Wege zur Endzone verlor er jedoch den Ball und ein Erfurter schnappte sich den Ball und rannte in die entgegengesetzte Richtung davon. Erst an der 20-Yard-Linie der Crusaders konnte er gestoppt werden. Die gute Chance auf die erneute Führung war vergeben und gleichzeitig wurde der Gegner in eine gute Ausgangsposition gebracht - sehr ärgerlich aus Sicht der Crusaders. Zum Glück passte nun die Defense der Crusaders auf und drängte die Indigos drei Yards zurück. So versuchten die Indigos nun ein Field Goal, der Snap war aber überworfen und so gab es keine Punkte für die Indigos. An der 47-Yard-Linie bekamen die Crusaders nun wieder das Angriffsrecht und hatten mehr Glück als Verstand gehabt und waren nicht in Rückstand geraten. Wieder nahm die Offense um Quarterback Jan Doant (#19) Fahrt auf. John Thiemer (#28) lief sieben Yards heraus und Gregor Richter (#83) erzielte einen neuen ersten Versuch an der gegnerischen 42-Yard-Linie. Jan Doant (#19) erzielt ein weiteres Yard, danach ging es wieder fünf Yards aufgrund einer Strafe zurück, die wiederum beim nächsten Lauf durch John Thiemer (#28) wieder egalisiert wurden.

Das vierte Viertel begann mit einem schönen Pass auf Turan Seelig (#20) zu einem neuen ersten Versuch an der 31-Yard-Linie. Wieder warf eine 5-Yard-Strafe die Crusaders ein Stück zurück. Neun Yards gingen nun auf das Konto von John Thiemer (#28), worauf Jan Doant (#19) einen neuen ersten Versuch an der 8-Yard-Linie heraus lief. Ebenso Jan Doant (#19) war es dann, der in die Endzone zum Touchdown lief. Beim Extrapunktversuch kassierten die Crusaders eine weitere 5-Yard-Strafe, der erneute Versuch schlug fehl, so dass die Crusaders nun mit 20:14 wieder in Führung gingen. Das Spiel war nun in die entscheidende Phase eingetreten. Der Return führte die Indigos bis zur 32-Yard-Linie. Auch die Erfurter Offense funktionierte nun wie geschmiert, denn sie sahen die Möglichkeit zum Sieg in Reichweite. Erste Versuche an der eigenen 42-Yard-Linie und an der 45-Yard-Linie der Crusaders wurden erzielt. Weiter ging es dann bis zur 25-Yard-Linie. Auch hier wurde nicht lange gefackelt, sondern Quarterback Steven Gössinger (#7) warf den Pass auf Phillip Wolf (#25) zum Touchdown für die Indigos. Nun kam es auf den Extrapunkt an. Der gelang und zum ersten Male in diesem Spiel gingen die Indigos in Führung - mit 21:20 - sehr zur Freude des Erfurter Publikums und vielleicht auch des einen oder anderen lärmgeplagten Anwohners. Doch es war noch genug Zeit auf der Uhr für die Crusaders, um das Ergebnis zurecht zu rücken. Markus Marzinowski (#11) übernahm den Return und kam damit bis an die 41-Yard-Linie. John Thiemer (#28) lief dann zwei Yards heraus, verletzte sich aber dabei und konnte nicht mehr weiter spielen. Weiter fünf Yards gingen auf das Konto von Gregor Richter (#83). Nun befand man sich aber auch schon im vierten Versuch. Martin Deckert (#1) trat zum Punt an, behielt den Ball aber selbst, um einen neuen ersten Versuch heraus zu laufen. Dabei kassierten die Indigos zum Glück für die Crusaders eine 15-Yard-Strafe, denn nur deshalb konnten sie an der 38-Yard-Linie die Angriffsserie fortsetzen. Quarterback Jan Doant (#19) warf nun einen weiten Pass auf den an der Endzone lauernden Ferdinand Wenke (#7). Der hätte nun zum Helden des Tages werden können, wenn ihm nicht ein Verteidiger der Indigos zuvor gekommen wäre und den Ball abfing. Zumindest konnte dieser sofort zu Boden gebracht werden, so dass die Indigos an der eigenen 2-Yard-Linie mit der Offense auf das Feld kamen. Nun musste die Defense auf Zack sein und schnell den Ball zurück holen. Oder auch ein Safety forcieren. Das Erstere gelang und die Indigos kamen nur ein Yard vorwärts, so dass sie schließlich punteten. An der gegnerischen 23-Yard-Linie waren nun die Crusaders wieder in Ballbesitz - womit fast die ähnliche Situation im dritten Viertel auf Seiten der Indigos gespiegelt war. Einigen Raumverlust gab es aber nun als Quarterback Jan Doant (#19) früh gestoppt wurde. Danach konnte er selbst zumindest wieder sieben Yards heraus laufen. Dann leisteten sich die Crusaders jedoch gleich zwei Strafen - erst eine 5-Yard-Strafe wegen dem üblichen Frühstart und dann gleich eine 15-Yard-Strafe wegen unsportlichem Verhaltens nach dem Spielzug oben drauf. Die Nerven lagen offensichtlich blank. Mehrere Yards Raumgewinn brachte dann ein Pass auf Tight End Antonio Giangrande (#9). Nun waren die Crusaders im vierten Versuch angelangt. Viel Druck gab es dabei auf Quarterback Jan Doant (#19) und irgendwie kam der Ball zu Markus Marzinowski (#11), der nun zwar noch ein paar Yards heraus holen konnte, aber nicht genug. Damit wechselte an der 30-Yard-Linie wiederum das Angriffsrecht. Die Defense der Crusaders kämpfte nun mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und konnte so die Indigos an großen Raumgewinnen hindern, so dass diese punten mussten. Die Spieluhr lief nun langsam aus und die Crusaders hatten auch keine Timeouts mehr. Ein Pass auf Turan Seelig (#20) brachte einen neuen ersten Versuch an der eigenen 43-Yard-Linie. Dann wurde der Lauf von Jan Doant (#19) sofort gestoppt und eine Strafe gegen die Crusaders wurde von den Indigos abgelehnt. Noch bevor ein weitere Spielzug gespielt werden konnte, war die Spieluhr ausgelaufen.

Damit endete ein besonders zum Ende hin äußerst spannendes Spiel mit dem glücklichen Ende für die Indigos. Das darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass aus Chemnitzer Sicht die Niederlage mehr als nur vermeidbar war. Geradezu leichtfertig wurde die Führung nach der Halbzeitpause verspielt. Nicht genutzte Möglichkeiten aufgrund von Ballverlusten führten dann letzten Endes dazu, dass die Indigos mit einem einzigen Punkt die Nase am Ende vorn hatten. Fehler in allen Mannschaftsteilen - Offense, Defense, Special Teams - waren heute die Ursache, wobei auch die Trainingsbeteiligung im Abschlusstraining vor dem Spiel ihren Anteil hatte. Da spielte dann keine Rolle, dass heute auch die 5-Mann-Schiedsrichter-Crew so manche Situation übersah oder nicht unbedingt so interpretierte, wie man es aus Crusaders-Sicht gesehen hatte. Nun heißt es einfach Mund abwischen und in den beiden kommenden Wochen sich intensiv auf die beiden Heimspiele zum Saisonabschluss vorzubereiten. Denn dann sollen wieder Siege folgen.


Scoring
0:7 17-Yard-Lauf #83 Gregor Richter (PAT gut, #20 Turan Seelig)
0:14 Interception Return #20 Turan Seelig (PAT gut, #20 Turan Seelig)
7:14 11-Yard-Pass von #7 Steven Gössinger auf #25 Phillip Wolf (PAT gut, #11 Alexander Wyrfel)
14:14 21-Yard-Pass von #7 Steven Gössinger auf #80 Hannes Prüß (PAT gut, #11 Alexander Wyrfel)
14:20 8-Yard-Lauf #19 Jan Doant (PAT nicht gut)
21:20 25-Yard-Pass von #7 Steven Gössinger auf #25 Phillip Wolf (PAT gut, #11 Alexander Wyrfel)

Weitere Bilder zum Spiel sind in der Galerie zu finden.

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