Chemnitz Crusaders

ES SOLLTE EINFACH NICHT SEIN
Juni 2016

Bis zur allerletzten Sekunde war es spannend im heutigen Sachsen-Derby zwischen den Leipzig Junior Lions und den Chemnitz Varlets. Nur wenige Sekunden vor Schluss erzielten die Leipziger die entscheidenden Punkte zum Sieg mit 22:21 (6:0/0:13/8:0/8:8). Letztendlich bewahrheitete sich auch in diesem Spiel wieder, dass das Team gewinnt, welches weniger Fehler macht. Das waren heute die Gastgeber. Das zeigte sich bereits im ersten Viertel, als die Varlets zweimal durch ein Fumble Ball und Angriffsrecht verloren. Die Defense verhinderte nur zunächst Schlimmeres, so z.B. durch eine Interception von Cornerback Tim Rupf (#7). Doch das zweite der genannten Fumbles bracht die Leipziger in eine sehr gute Ausgangsposition, die sie zum Touchdown und 6:0-Führung nutzten. Bereits im zweiten Viertel angekommen gelang den Varlets nun endlich die erste Angriffsserie ohne Fehler und schon erzielte Quarterback Felix Hofmann (#19) per Lauf den Touchdown. Der von Dominique Ittner (#80) erfolgreich verwandelte Extrapunkt ließ nun die Varlets mit 7:6 in Führung gehen. Den Gastgebern wurde kein Raum zur Antwort gegeben und alsbald stand die Chemnitzer Offense auf dem Feld und punktete erneut. Diesmal war Runningback Daniel Kislicyn (#20) an der Reihe und baute mit seinem Touchdown die Führung auf 13:6 aus. Damit ging es auch in die Halbzeitpause.

Mehrfach wechselte nun das Angriffsrecht und am Ende sollte es ein kleiner aber entscheidender Fehler beim Punt der Varlets sein, der den Leipzigern in sehr guter Feldposition das Angriffsrecht brachte. Was war geschehen? Bereits der Snap kam überhaupt nicht gut, so dass Punter Dominique Ittner (#80) den Ball vom Boden aufsammeln musste. Dabei berührte jedoch sein Knie den Boden. Der Spielzug war vorbei und die Leipzig Junior Lions klopften an die Tür zur Chemnitzer Endzone. Der Touchdown gelang, der Extrapunktversuch wurde ausgespielt und die Führung wechselte mit 14:13 wieder zu den Gastgebern. Das letzte Viertel lief bereits eine Weile, als es den Varlets wieder gelang, sich bis in die Nähe der gegnerischen Endzone vor zuarbeiten. Alle vier Versuche wurden gebraucht, dann war Daniel Kislicyn (#20) wieder in der Endzone angekommen. Auch die Varlets spielten nun den Extrapunktversuch aus und waren mit einem Pass von Felix Hofmann (#19) auf Tight End Theo Bauta (#97) erfolgreich. Mit 21:14 gingen die Varlets wieder in Führung. Ein sehr guter Return brachte nun die Gastgeber bereits bis 24 Yards vor die Chemnitzer Endzone. Stück für Stück schoben sie sich heran und vollendeten schließlich zum Touchdown. Beim ausgespielten Extrapunktversuch setzten sie alles auf eine Karte und wurden mit dem erneuten Führungswechsel zum 22:21 belohnt. Noch waren ein paar Sekunden auf der Uhr, doch eine Interception der Leipziger ließ auch den letzten Hoffnungsschimmer schwinden.

Stark gekämpft und knapp verloren, dass war das Ergebnis des Spiels. Doch auch wenn den Varlets der Erfolg versagt blieb und sie sich dafür an die eigene Nase fassen müssen, so können sie doch mit Fug und Recht sagen, dass sie trotz diverser personeller Engpässe in dieser Liga voll mithalten können. Bereits in der kommenden Woche gastiert im Rahmen des Triple Headers mit den Berlin Bears der aktuelle Tabellenführer in Chemnitz.

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