Chemnitz Crusaders

SPANNUNG PUR GEGEN INDIGOS AUF DEM USTI-FIELD
Juni 2018

Die mit Abstand beste Saisonleistung gezeigt, lange geführt und am Ende doch noch knapp verloren. So kann man das heutige Heimspiel der Chemnitz Crusaders gegen die Erfurt Indigos umschreiben. Am Ende zeigte die Anzeigetafel ein 29:33 (14:0/8:7/7:14/0:12). Vor über 200 Zuschauern betrat zunächst die Erfurter Offense das Feld. Die Chemnitzer Defense hielt gut gegen und schafft es schließlich, die Erfurter zum Fumble zu zwingen. Der Ball wurde von Kevin Kobel (#74) gesichert. Die von Quarterback Vincent Kahle (#84) angeführte Offense legte nun wie die Feuerwehr los. Spielzug auf Spielzug hämmerte auf die Gäste ein, die zunächst Probleme hatten, sich darauf einzustellen. Am Ende war es dann Runningback  Tobias Gärtner (#38), der für den Ersten Touchdown sorgte. Nick Henschel (#81) erzielte den Extrapunkt zur 7:0-Führung. In diesem Stil ging es nach einem kurzen Intermezzo der Erfurter Offense auf dem Feld weiter. Mit einigen Laufspielzügen ging es quer über das Feld. Schließlich brach Matti Gruhle (#44) in die Endzone zum Touchdown und 14:0-Führung (Extrapunkt Nick Henschel) durch. Die Seiten wurden gewechselt und die Erfurt Indigos kamen nun besser ins Spiel und verkürzten per Pass zum Touchdown auf 14:7. Aber auch die Chemnitzer Offense war wieder zur Stelle. Eine in dieser Phase sehr ordentliche Offense Line verschaffte Quarterback Vincent Kahle (#84) genügend Zeit, so dass dieser nun einen Pass auf Wide Receiver Markus Störzel (#5) zum Touchdown anbringen konnte. Beim Extrapunktversuch wurde nun der Kick zunächst geblockt, doch Gregor Richter (#83) konnte sich den Ball schnappen und gelangte damit bis in die Endzone - weitere zwei Punkte und neuer Spielstand 22:7. Damit ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Das Ziel für die verbleibende Spielzeit war klar - gute Stimmung aufrecht erhalten, Fehler vermeiden, weiter punkten. Doch auch die Indigos hatten sich ihre Gedanken gemacht und nun die anfänglichen Probleme abgestellt. Die Erfurter Offense kam ins Rollen und schloss ihre Angriffsserie mit einem Touchdown zum 22:13 ab. Die Offense der Crusaders war wieder an der Reihe. Nach anfänglichem Druck gelang dann mit einem Pass auf Jan Doant (#19) die Befreiung und wenig später hatte Matti Gruhle (#44) wieder den Weg in die Endzone zum Touchdown gefunden. Mit 29:13 (Extrapunkt Nick Henschel) war der alte Abstand wieder hergestellt. Die Freude wurde schnell gedämpft, denn die Indigos konterten schnell wieder mit einem Touchdown samt Two-Point-Conversions zum 29:21. Das Spiel stand mit dem Wechsel ins letzte Viertel auf Messers Schneide. Die Offense der Crusaders vermochte es nun nicht, sich entscheidend gegen die Erfurter Defense durchzusetzen. Im Gegenzug klopften dann die Indigos wieder heftig an die Endzone der Crusaders. Mit einem eigentlich positiven Ereignis nahm dann eine unglückliche Fehlerkette ihren Lauf. Marco Paulisch (#70) fing in der eigenen Endzone einen Pass des Erfurter Quarterbacks ab. Statt jedoch abzuknien verließ er im Eifer des Gefechts die Endzone und wurde sofort gestoppt. Damit musste die Chemnitzer Offense an der eigenen 1-Yard-Linie starten. Auf Erfurter Seite hoffte man nun bereits lautstark auf ein Safety und bekam sogar noch mehr. Der Ball ging in der Endzone verloren und konnte dort von einem Erfurter Verteidiger gesichert werden - Touchdown und neuer Spielstand 29:27. Noch war nichts verloren. Nur bekam die Chemnitzer Offense nun kaum ein Bein auf die Erde und mussten sich wieder vom Angriffsrecht trennen. Diese Chance ließen sich die die Erfurt Indigos nun nicht entgehen und gingen erstmalig im Spiel nun mit einem Pass zum Touchdown mit 29:33 in Führung. Die Uhr lief unaufhörlich herunter. Zwar besaßen die Crusaders noch die Chance, das Spiel wieder zu drehen, aber es sollte nicht sein.

Damit endete das erste Spiel vor heimischen Publikum mit einer Niederlage. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Spielen war in diesem Spiel jedoch ein deutliche Leistungssteigerung zu sehen. Mit Leidenschaft und Teamgeist wurde gekämpft und am Ende nur aufgrund der eigenen kleinen Fehler verloren. Die Glückwünsche zum Sieg gehen an die Indigos, die sich das Spiel sicher auch einfacher vorgestellt hatten. Wenn die Crusaders am kommenden Sonntag eine ähnliche Leistung abrufen können, dann sollte auch der erste Sieg in dieser Saison drin sein.

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