Chemnitz Crusaders

KLARE NIEDERLAGE IM SACHSEN-DERBY
September 2012

Mit einer deutlichen Niederlage von 0:27 (0:0/0:0/0:14/0:13) im Gepäck kehrten die Crusaders vom Sachsen-Derby in Radebeul zurück. Zunächst hatte sich das Spiel offen gestaltet. Keines der Teams konnte sich jedoch entscheidend durchsetzen und vergaben mögliche Punkte durch Strafen oder mit jeweils einem Field-Goal-Versuch. Während die aufgrund mehrerer Ausfälle bereits dezimierte Defense der Crusaders immer wieder Paroli bieten konnte, gelang es Offense der Crusaders nur selten, ihr Können aufblitzen zu lassen. Leider genügte dies nicht in diesem Spiel. So nahm das Unheil seinen Lauf und die Suburbian Foxes punkteten - zwei Touchdowns im dritten und nochmals zwei Touchdowns im vierten Viertel. Damit gewannen die Suburbian Foxes verdient dieses Sachsen-Derby und krönten damit ihr Vereinsjubiläum. Auf Seiten der Crusaders bestritt Runningback Matthias Pitsch (#44) sein letztes Spiel im Trikot der Crusaders. Er hätte sich sicher auch ein anderes Ergebnis zum Abschied gewünscht. In jedem Falle begleiten ihn auf seinem weiteren Weg die besten Wünsche der Crusaders. Bereits am kommenden Samstag findet auf dem heimischem Usti-Field das letzte Heimspiel der Saison statt, wo die Crusaders auf den Spitzenreiter aus Wernigerode treffen und dort zeigen können, dass die Crusaders besser sind, als die heutige Leistung gezeigt hat.

 

Spielbericht - Radebeul Suburbian Foxes vs. Chemnitz Crusaders (02.09.2012)

Das zweite Sachsen-Derby der Saison und damit das Rückspiel gegen die Radebeul Suburbian Foxes stand auf dem Plan der Crusaders. Die Radebeuler feierten mit diesem Spiel ihr fünfjähriges Vereinsjubiläum. Bei den ersten Schritten des damals noch jungen Teams waren auch die Crusaders nicht ganz unbeteiligt gewesen. So trugen die Suburbian Foxes ihr erstes Punktspiel noch im schwarzen Trikotsatz der Crusaders aus. Seit damals sind nun mehrere Jahre vergangen und viel Wasser ist elbabwärts geflossen. Im dritten Jahr in Folge sind nun die Suburbian Foxes und die Crusaders Konkurrenten in der Oberliga Ost und auch zum Jubiläum wollten die Crusaders allenfalls Glückwünsche verteilen, Geschenke waren nicht geplant. Das hatte es schon im Hinspiel mit einem 13:13-Unentschieden gegeben, so dass für das Rückspiel nun das Motto galt 'Fuchs, du hast den Punkt gestohlen, gib ihn wieder her ...' - sehr frei nach dem alten Kinderlied. Allerdings mussten die Crusaders auch mehrere Spieler ersetzen, so dass etatmäßige Wide Receiver in der Defense als Cornerbacks aushelfen mussten. Auch war der Heimsieg gegen die Berlin Bullets nicht überzeugend gewesen. Die Radebeuler hingegen waren durch die Absage der Erkner Razorbacks nach der Sommerpause noch ohne Spiel und damit schwer einzuschätzen. Gegen die Wernigerode Mountain Tigers hatten die Suburbian Foxes aber auch auswärts ein Unentschieden erreicht und dann das Heimspiel verloren. Ob die Crusaders das auch schaffen würden?

Mit dem Kickoff der Suburbian Foxes und dem Return von Martin Deckert (WR/P #1) ging es in die Partie. Läufe von Helge Böldicke (WR #80) und Gregor Richter (RB #83) sorgten für einige Yards an Raumgewinn, aber eine 10-Yard-Strafe verhinderte den neuen ersten Versuch, so dass Martin Deckert (WR/P #1) punten musste. An der 40-Yard-Linie kamen die Suburbian Foxes in Ballbesitz. Gleich beim ersten Laufspielzug von Markus Thater (RB #30) gab es zwölf Yards Raumgewinn und gleich nach einer 15-Yard-Strafe gegen die Crusaders dazu. Weiter ging es voran, bis eine 10-Yard-Strafe gegen die Suburbian Foxes das Ende des Drives einläutete. Dieses kam dann in Form einer Interception von Frank Doant (DB/K #22), der einen Pass von Quarterback Andre Schmidt (QB #17) abfing und das Angriffsrecht für die Crusaders an der 16-Yard-Linie eroberte. Mit schönen Läufen über Gregor Richter (RB #83), ergänzt mit einer 15-Yard-Strafe gegen die Suburbian Foxes ging es über die Mittellinie. Eine weitere 15-Yard-Strafe gegen die Radebeuler brachte den ersten Versuch an der 37-Yard-Linie. Das Laufspiel funktionierte. Zehn Yards von Jan Doant (QB #19) und zwölf Yards von Gregor Richter (RB #83), so dass ein Field Goal die ersten Punkte bringen sollte. Der Kick von Frank Doant (DB/K #22) ging jedoch links an den Torstangen vorbei. Chance vertan. Die Suburbian Foxes begannen an der 20-Yard-Linie und kamen schnell mit Laufspielzügen über Markus Thater (RB #30) und einem Pass auf Steven Kiesewetter (WR #15) bis an die 40-Yard-Linie der Crusaders.

Nach dem Seitenwechsel und einer 5-Yard-Strafe gegen die Suburbian Foxes ging es bald in den vierten Versuch. Eine 5-Yard-Strafe gegen die Crusaders, als die Radebeuler punten wollten, führte nun dazu, dass der vierte Versuch doch ausgespielt wurde. Der erste Versuch wurde jedoch nicht erreicht und eine Strafe gab es noch obendrein, so dass die Crusaders an der gegnerischen 47-Yard-Linie in Ballbesitz kamen. Mit einem 4-Yard-Lauf von Alexander Gruhle (RB #24) ging es voran, durch zwei Strafen jeweils fünf Yards zurück. So musste Martin Deckert (WR/P #1) wieder punten, was den Suburbian Foxes an der 22-Yard-Linie das Angriffsrecht bescherte. Knapp 15 Yards durch Manuel Petrick (RB #39) reichten wegen einer Strafe jedoch nicht, um weiter voran zu kommen und wieder wechselte mit einem Punt und dem anschließenden Return von Lukas Auerbach (CB #11) bis zur 28-Yard-Linie das Angriffsrecht. Recht voran ging es nicht und zu allem Überfluss landete ein Passversuch direkt in den Armen von Marco Körner (DB #22), der im Jahre 2009 noch das Trikot der Crusaders getragen hatte. So kamen nun die Suburbian Foxes wieder mit der Offense auf das Feld. Raumgewinn gab es keinen, aber Forderungen nach einer Flagge aus der Radebeuler Teamzone. Die Schiedsrichter ließen sich nicht lange bitten und warfen auch eine Flagge, allerdings zu einer 15-Yard-Strafe gegen die Teamzone. Alsbald folgte dann auch der Punt, welcher in die Endzone ging und somit zu einem Touchback führte. Nun war zunächst Gregor Richter (RB #83) an der Reihe und erzielte vier Yards Raumgewinn. Dann wurde Jan Doant (QB #19) jedoch weit zurück gedrängt - bis an die eigene 4-Yard-Linie. Weitere fünf Yards von Gregor Richter (RB #83) waren nun nur noch etwas für die Statistik und Martin Deckert (WR/P #1) musste wieder punten. Trotz einer Strafe beim Return befanden sich die Suburbian Foxes nun bereits in der Hälfte der Crusaders an der 43-Yard-Linie. Manuel Petrick (RB #39) lief auch gleich mit dem Ball in die Endzone. Glücklicherweise aus Sicht der Crusaders reduzierte eine Strafe gegen die Suburbian Foxes das Ganze auf einen neuen ersten Versuch an der 27-Yard-Linie. Weiterer Raumgewinn gelang nicht und auch ein Pass Richtung Endzone fand keine Abnehmer. Nun wurde auch der vierte Versuch ausgespielt. Manuel Kreische (DB #40) war jedoch rechtzeitig zur Stelle und sorgte für den Wechsel des Angriffsrechts an der 26-Yard-Linie. Die Freude währte nur kurz, denn gleich der erste Passversuch landete wieder als Interception bei den Suburbian Foxes. Radebeul drückte nun, mussten nun auch wieder in den vierten Versuch, nachdem z.B. der in der Defense aushelfende Helge Böldicke (#80) einen Passversuch abwehren konnte. Da nun auch die Spieluhr im Auslaufen begriffen war, versuchten die Suburbian Foxes nun auch ein Field Goal zu erzielen. Wie bei den Crusaders zuvor gelang dies nicht, so dass es mit 0:0 in die Halbzeit ging.

Eine punktelose erste Halbzeit wollte nun kein Team auf sich beruhen lassen. Allerdings erschien es nun auch wahrscheinlich, dass das Team, welches zuerst Punkte machen würde, am Ende auch den Sieg davon tragen würde. Die Crusaders begannen mit einem relativ kurzen Kick und die Suburbian Foxes kamen an der 48-Yard-Linie in Ballbesitz. Bei einem Laufspielzug sprangen aber gerade einmal sechs Yards heraus, die folgenden Passversuche waren unvollständig bzw. wurden von der Defense mit Frank Doant (DB/K #22) und Helge Böldicke (#80) gut verteidigt. So kam dann auch der Punt, welcher von Martin Deckert (WR/P #1) aufgenommen wurde. Läufe über Stefan Kahl (RB #21) und ein kurzer Pass auf Helge Böldicke (WR #80) brachte aber auch nur acht Yards ein, so dass nach einer 5-Yard-Strafe gegen die Crusaders wieder der Punt von Martin Deckert (WR/P #1) kam. Gestartet von der 36-Yard-Linie kamen die Suburbian Foxes durch Läufe von Manuel Petrick (RB #39) trotz einer 15-Yard-Strafe schnell bis zur Mittellinie. Auch weiter kamen die Suburbian Foxes gut voran - mit Pässen und Läufen. Dabei ließen sie sich auch nicht von einer weiteren 10-Yard-Strafe nicht beirren. So kamen sie bis zur 24-Yard-Linie, wobei die erste von mehreren Strafen nun gegen die Crusaders tatkräftig mithalf. Die nächste Strafe über fünf Yards folgte prompt, gefolgt von einem 12-Yard-Lauf von Manuel Petrick (RB #39) bis zur 8-Yard-Linie. Zwei Strafen gegen die Crusaders später standen die Radebeuler mit einem 1st & Goal an der 3-Yard-Linie. Die verbleibende Distanz legte dann Manuel Petrick (RB #39) zurück. Der PAT war gut und die Suburbian Foxes gingen mit 7:0 in Führung. Wer nun auf eine prompte Antwort der Crusaders hoffte, sah sich leider enttäuscht. Zwar konnte Robert Koschorrek (LB #46) den kurzen Kick der Suburbian Foxes in guter Feldposition an der 43-Yard-Linie sichern, doch mehr als ein 6-Yard-Lauf von Matthias Pitsch (RB #44) sprang nicht heraus. Da nutzte auch ein ausgespielter vierter Versuch nichts. Ganz anders bei den Suburbian Foxes. Schnell standen sie an der 34-Yard-Linie. Nun brauchte es nur noch einen Pass von Martin Kisza (QB #13), der in der zweiten Spielhälfte die Position des Quarterbacks bei Radebeul einnahm, auf Steven Kiesewetter (WR #15) und wieder war ein Touchdown fällig. Der PAT war gut und es stand damit 14:0. Mit einem schönen Return von Martin Deckert (WR/P #1) konnte die Offense der Crusaders von der gegnerischen 49-Yard-Linie starten. Zur Abwechslung wurden nun Passspielzüge versucht, aber keiner der Pässe fand sein Ziel. Quasi an Ort und Stelle wechselte dann das Angriffsrecht nach ausgespieltem vierten Versuch wieder.

Viel besser machten es die Suburbian Foxes nun nach dem Seitenwechsel auch nicht. Die Defense der Crusaders verhinderte was, zu verhindern ging. Also trennten sich die Suburbian Foxes mit einem Punt vom Angriffsrecht. Ziemlich nah an der eigenen Endzone - an der eigenen 5-Yard-Linie - mussten die Crusaders starten und sich der Defense der Suburbian Foxes erwehren. Die drückte heftig, so dass bei den Läufen von Gregor Richter (RB #83) nur ein Raumverlust von zwei Yards heraus kam. Ein Pass auf den bis zur 20-Yard-Linie gelaufenen Stefan Muhr (WR #81) brachte die Befreiung aus der Umklammerung. Dann war es aber auch schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit, denn zwei unvollständigen Pässen folgte dann die Interception durch Stefan Jaretzki (DB #4), der erst an der 14-Yard-Linie gestoppt werden konnte. Yard für Yard pirschten sich die Suburbian Foxes an die Endzone heran. Ein kurzer Pass auf Christian Günzel (WR #88) und es war geschehen - wieder Touchdown. Diesmal wollte der PAT nicht gelingen, trotz dass von den Crusaders mit einer Strafe ein zweiter Versuch ermöglicht wurde. Somit stand es 20:0. Es sollte noch nicht das Ende sein. Gestartet von der 24-Yard-Linie ging es mit einer 5-Yard-Strafe für die Crusaders erst mal zurück und danach wieder kein einziges Yard mehr vorwärts, erst wieder mit dem Punt durch Martin Deckert (WR/P #1). Ganz anders wieder die Suburbian Foxes. Durch die sichere Führung im Rücken ließen sie sich auch durch ein Fumble beim Return nicht verunsichern, denn das wurde selbst gesichert und auch die Strafe gegen die Suburbian Foxes hielt nicht sonderlich auf. Ein Lauf von Manuel Petrick (RB #39) und ein Pass auf Steven Kiesewetter (WR #15) führten schnell bis zur 37-Yard-Linie. Markus Thater (RB #30) legte acht Yards nach. Dann bekam wieder Manuel Petrick (RB #39) den Ball, fand die Lücke und kam durch bis in die Endzone, woran natürlich auch eine Strafe gegen die Crusaders nichts mehr änderte. Der PAT war gut und das 27:0 erreicht. Den fälligen Kick nahm Martin Deckert (WR/P #1) auf und trug ihn bis zur 15-Yard-Linie zurück. Nun durften auch die Backups auf das Feld. Florian Schwarze (RB #49) lief noch sechs Yards heraus. Das Angriffsrecht wechselte dann nochmal per Punt zu den Suburbian Foxes und wieder zurück, entscheidende Akzente konnte niemand mehr setzen.

Mit einem glatten 0:27 verloren die Crusaders verdient dieses Sachsen-Derby. Zwar hatte das Spiel in der ersten Halbzeit noch offen gestaltet werden können, wovon danach leider nur noch wenig zu spüren war, Dabei waren die Crusaders in den vergangenen Spielen gerade im dritten und vierten Viertel immer stark gewesen. So bleibt nur die Erkenntnis übrig, dass sich die Crusaders in den verbleibenden beiden Spielen noch gehörig strecken müssen, um diese erfolgreich gestalten zu können.


Scoring
7:0 3-Yard-Lauf #39 Manuel Petrick (PAT gut, #39 Manuel Petrick)
14:0 34-Yard-Pass #13 Martin Kisza auf #15 Steven Kiesewetter (PAT gut, #39 Manuel Petrick)
20:0 3-Yard-Pass #13 Martin Kisza auf #88 Christian Günzel (PAT nicht gut)
27:0 29-Yard-Lauf #39 Manuel Petrick (PAT gut, #30 Markus Thater)

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