GEBRAUCHTER TAG IN BERLIN April 2026
Im Nachhinein betrachtet kann man den gestrigen Ausflug der Chemnitz Crusaders nach Berlin nur als maximal gebrauchten Tag bezeichnen. Verletzte Spieler inkl. einer 30-minütigen Unterbrechung für den notwendigen RTW-Einsatz werfen dabei einen weiteren Schatten auf die bereits deutliche Niederlage mit 58:3 (8:0/28:3/14:0/8:0) gegen die Berlin Adler. Dabei startete die Chemnitzer Offense um Quarterback Gerrit Höppner (#1) durchaus vielversprechend auf dem Feld. Pässe auf Max Urbanski (#9) fanden ihren Abnehmer und Runningback Gregor Richter (#33) machte am Boden Meter und Meter, was auch die Anerkennung der Stadionsprecher hervor rief. Nur zu Punkten reichte es nicht. Die Gastgeber machten es besser und gingen per Touchdown mit 8:0 in Führung. Berlin präsentierte nun einen kurzen Kickoff. Der Ball befand sich schon in Chemnitzer Händen, beim zu Boden gehen ging dieser jedoch verloren und wurde von Berlin erobert. Somit war die Berliner Offense wieder an der Reihe und arbeitete sich vor. Die Endzone blieb verschlossen, denn der Ballträger verlor in ausgleichender Gerechtigkeit kurz vor dem gelobten Land den Ball und Benni Sieber (#49) sicherte den Ball. Erstes Turnover in der 3. Liga - so konnte es doch weiter gehen, oder? Die Offense begann an der eigenen 1-Yard-Linie und es gelang, sich mit Wechsel in das 2. Viertel zunächst gut zu lösen. Am Ende musste man sich jedoch per Punt vom Angriffsrecht trennen. Nun machten die Berlin Adler klar, welches Team mit klaren Aufstiegsambitionen angetreten war. Schnell fielen die nächsten drei Touchdowns bis hin zum 30:0. Erst dann fand die Chemnitzer Offense wieder Mittel und Wege, um zumindest bis in Field-Goal-Reichweite zu gelangen. Mit dem erfolgreichen Kick von Steven Arnold (#28) erschienen nun die ersten drei Chemnitzer Punkte in Liga 3 auf dem Scoreboard. Die Freude währte nur kurz und die Berlin Adler erhöhten weiter auf 36:3. Mit auslaufender Uhr besaßen die Chemnitz Crusaders nochmal eine Chance für ein zweites Field Goal, welches aber misslang.

Was auch immer die Chemnitz Crusaders nun in der zweiten Spielhälfte versuchten, sie konnten den Flug der Adler nur verlangsamen nicht aber verhindern. So folgte der nächste Touchdown zum 44:3. Die Chemnitzer Offense mühte sich weiter nach Kräften. Dennoch stand wieder der Punt an. Bei diesem ging nun alles schief was irgendwie schief gehen konnte und Berlin bekam 14 Yards vor der Chemnitzer Endzone das Angriffsrecht. Nun geschah das eigentliche Unheil. Der Pass Richtung Endzone flog und wurde nur kurz davor gestoppt. Bei diesem Spielzug blieb jedoch ein Chemnitzer Verteidiger auf dem Feld liegen. Helfer beider Seiten waren sofort zur Stelle, jedoch wurde ein RTW benötigt. Für etwa 30 Minuten war das Spiel deshalb unterbrochen. Großer Dank gilt hier neben den Helfern auch dem Berliner Publikum, welches die ganze Unterbrechung hindurch durch Klatschen dem verletzten Spieler ihren Respekt zollten. Das ist einer der Punkte, welche 'Football is family' ausmachen! Für das verbleibende Spiel wurde mit den Schiedsrichtern vereinbart, das dritte Viertel normal zu Ende und dann das vierte Viertel mit durchlaufender Zeit zu spielen. Zwei Touchdowns für Berlin zum Endstand von 58:3 sowie die eine oder andere durchaus sehenswerte Aktion auf Chemnitzer Seite folgten noch. Dann war das Spiel vorbei.

Die Niederlage in Berlin beim Vorjahresmeister war der erwartet schwere Auftakt in der Regionalliga. Viel Zeit für Akklimatisierung bleibt aber nicht, denn schon am kommenden Wochenende steht das Auswärtsspiel in Cottbus auf dem Plan. Allen Verletzten an dieser Stelle gute Besserung! Glücklicherweise stellte sich bei den Untersuchungen unseres mit dem RTW in ein Berliner Krankenhaus verbrachten Spielers heraus, dass die Verletzung letztlich weniger schwer war als man zunächst befürchten musste und er in die Heimat entlassen werden konnte.













